Mit Kindheit und Jugoslawien verbinde ich nicht nur den Aufenthalt in Bosnien oder den Urlaub am Meer, sondern auch vor allem das Essen, das bei uns daheim doch sehr "Jugo" geprägt war.
Abgesehen von den Tonnen Fleisch und Kohl, die verarbeitet wurden, gab es auch viel Süßes.
Baklava, Pfannkuchen, Tulumbe, Hurmašice, krempita, šampita...
Wenn ich mir das so durchlese, wundert es mich, dass ich nicht selbst aussehe wie ein aufgedunsener Uštipak.
Ich habe davon, bis auf die Pfannkuchen natürlich, nichts selber gemacht, aber heute war es soweit. Ich wollte Uštipke machen.
Erstens hat Jugoschwabos Papa Geburtstag und da muss was vom Balkan auf den Tisch und zweitens...nun ja: wird´s Zeit, dachte ich mir.
Gestern hat es in München noch einmal geschneit und es gibt nichts Tröstenderes als ein Gericht aus der Kindheit.
Mein Mann telefonierte mit seiner Mutter gerade und daher bat ich ihn, seine Mama gleich zu fragen, wie sie denn diese Küchlein macht. Nachdem er fertig war sagte ich:
„Und?“
Er: „Ja, du lässt den Teig stehen, dann schmeckt er später noch besser, wenn du sie backst.“
„Das war´s?“
Fragezeichen in meinen Augen: ????
Er: „Ja.“
Ich: „Ja, in Herrgotts Namen, WAS kommt in den Teig?“
Er: „Du hast ja gar keine Ahnung!"
Nein, natürlich nicht..ich bin ja immer damit beschäftigt Thai Currys, Muffins, vegetarische Eintöpfe, Pasta, Risotto und Co. zu kochen...typisch Balkan eben, vor allem der vegetarische Teil :-)
Seine Mutter muss sich gedacht haben: Gott, mit wem ist mein Sohn nur zusammen, die kann nicht mal Uštipke frittieren, mein armes Kind, es fällt vom Fleisch!
Ich habe im Internet recherchiert und bin auf Tausende Rezepte gestoßen. Meine Mama machte kleine, runde, aber flache Uštipke, andere formen sie als kleine Bälle.
Es gibt unterschiedliche Varianten, die teils sehr stark voneinander abweichen. Auf jeden Fall kommt Mehl hinein und dann scheiden sich aber schon die Geister...mit Joghurt? Mit Quark? Kiselo mljeko (Sauermilch)? Hefe oder Backpulver? Mit Mineralwasser oder etwas Milch? Von einem einzigen Ei bis zu fünf Eiern war auch alles dabei.
Letztendlich habe ich dieses Rezept gewählt:
Bakini ustipci (Omas Uštipke)
Hier die deutsche Übersetzung:
Zutaten
4 Eier
24 gestrichene Esslöffel Mehl (hat wohl keinen Messbecher die Oma, bitte wirklich gestrichen und nicht gehäuft). Ich habe keinen Schimmer, wie viel Gramm das sind, sah aus wie circa 250 bis 350/400 Gramm).
1 Tasse Sauermilch (ich habe Joghurt genommen, ca 200 bis 250 ml, je nachdem wie groß euer Esslöffel ist)
Eine Prise Salz (meiner Meinung nach darf´s ruhig mehr sein, sonst schmeckt es fad)
Eine halbe Tüte Backpulver
Etwas Zucker, kann auch Vanillezucker sein
Öl zum Ausbacken (am besten ein neutrales wie Sonnenblumen- oder Rapsöl, ich als Gesundheitsfanatiker, der vor „bösen“ gesättigten, gehärteten Transfettsäuren und Omega-6-Fetten flieht, habe Olivenöl genommen, mein Sohn hat nicht gejammert...)
Alle Zutaten gut vermengen. Reichlich Öl in eine tiefe Pfanne geben und es erst richtig heiß werden lassen, es muss zischen, wenn ihr etwas Teig hineingebt.
Dann die Hitze etwas herunterdrehen, sonst verbrennen die Küchlein gleich.
Ich habe aus dem Teig mit zwei Esslöffeln kleine Kugeln geformt und sie in das Öl gegeben.
Nach einer oder zwei Minuten die Küchlein wenden und das ggf. mehrmals wiederholen, bis sie schön golden/braun sind. Je dicker die Küchlein, umso größer ist die Gefahr, dass sie innen noch matschig sind, daher den Teig lieber fester als matschiger machen. Hatte auch versucht, mehr Joghurt zu nehmen und weniger böses Weißmehl, aber das funktioniert nicht.
Uštipke auf Küchenrolle abtropfen lassen und wenn sie etwas abgekühlt aber noch warm sind, servieren. Evtl in Zucker/Puderzucker rollen.
Mann kann Uštipke auch als herzhafte Variante zubereiten, dann lässt man den Zucker weg.
Zur süßen Version haben wir immer Marmelade gegessen und Frischkäse, zur herzhaften auch Käse in allen Formen oder auch mal mit Schinken oder Salami.
Am besten schmecken sie noch warm mit kajmak.
What the hell is Kajmak?
Glaubt mir mit Kajmak schmecken sie himmlisch!
Ein schönes Restwochenende!
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24. März 2013
16. Februar 2013
Yummy Yugo
Draußen ist es so kalt, langsam reicht es auch wieder mit dem Winter und was kann man daheim machen, das einen glücklich macht und für das man nicht nach draußen gehen muss? Richtig! Aber das meine ich nicht.
Abgesehen von Mode/Schuhen,
Musik/Filmen, Lesen/Schreiben, Reisen gibt es da noch das Kochen, für das ich
mich wirklich voller Hingabe begeistern kann.
Fluffige Mouse au Chocolat
aus dunkler Schokolade. Bunte Macarons von Ladurée aus Paris, die auf der Zunge
schmelzen, wie Butter in der Sonne….frischer Salat mit Ziegenkäse, Trauben und
Walnüssen mit Honig, dampfende Pasta, die von fruchtiger Tomatensauce liebkost
wird, liebliche Süßkartoffeln aus dem Ofen, scharfe Thai-Currys mit Koriander
und Zitronengras....alle schreien sie: iss mich, ich bin so lecker. Ich
tröste, ich wärme, ich rege an, ich erinnere dich an etwas.
Und die Farben erst! Wie
sieht eine purpurfarbene Kuchenfüllung aus, die von einer weißen Marzipanhülle
umgeben ist? Ein Vanillesorbet, das auf einer Maracuja-Mango-Sauce liegt? Ein
Büffel-Mozzarella-Tomatensalat mit Basilikum und Pfirsichen? Es ist ein Fest für die
Augen.
Wäre Jamie Oliver vom
Balkan, (I love you Jamie, I think I wanna marry you, Jules must be a lucky
girl! Please make a special about the Balkans) ich würde nur über ihn schreiben!
Aber Gott sei Dank lässt
auch dieses Thema sich doch mit dem Blog verbinden.
Normalerweise denkt man bei
Balkan und Kulinarik nur an eines: Fleisch.
Aber es gibt so viele
Gerichte ohne Fleisch, die wirklich köstlich sind und mich an meine Kindheit
und Jugend erinnern.
Ich stehe auf den süßlichen
Duft von gerösteter roter Paprika, die Haut wirft Blasen und dann wird die
Paprika in kiloweise Knoblauch eingelegt, der noch dazu sehr gesund ist.
Und das Aroma von
selbstgemachtem Ajvar, nein nicht der aus dem Fertigglas…
Meine Mama hat oft Sataraš
gemacht, ein Gemüsegericht mit Paprika und Tomaten aus der Pfanne.
Dann gab es oft Pfannkuchen
mit Hagebuttenmarmelade, vor Zucker triefende Tulumbe und Baklava, Bohnensuppe
na klar oder gebackene Bohnen, Pita mit Käse, Apfel, Spinat, Kürbis oder
Kartoffeln, Burek mit Käse….Reis mit Gemüse, Krempita und Šampita,
Fischeintöpfe, Sarma mit Reis…
Der Balkan ist viel mehr,
als nur Fleisch.
Ich möchte euch heute Blogs
vorstellen, die teilweise wunderschöne Bilder enthalten, originelle Rezepte und
auch traditionelle. Sie müssen sich vor internationalen Blogs nicht verstecken. Man findet auf ihnen einfaches Maisbrot, genauso wie raffiniertes Gebäck (siehe Macarons).
Alle Verfasser sind aus
Ex-Yu und dementsprechend ist die Sprache nicht Deutsch.
Ich persönlich koche auch
selten etwas vom Balkan, vielleicht sollte ich ein paar Rezepte ausprobieren
und hier vorstellen.
Viel Spaß beim Stöbern und
Entdecken.
Hier schon mal die Rezepte und Blogs,
die mir besonders gut gefallen.
Kocht selbst und werft die Maggi- und Vegeta-Tütchen (<---voller Mononatriumglutamat und Salz) weg! :-)
Dekorativer Wassermelonenkuchen ohne Backen!
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| Zum Rezept |
Ein himmlisches Weißweinrisotto mit Hühnchen, Oliven und Rotkohl
| Zum Rezept |
3. Jubistacha
Muffins mit Schokolade und Himbeeren
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| Zum Rezept |
Das ist mein absoluter Lieblingsblog. Man kann sich an den tollen Bildern nicht sattsehen und sich kaum entscheiden, was man zuerst nachkochen soll. Die Tarte Tatin mit karamellisierten Zwiebeln und Tomaten oder diese hinreißenden Kekschen.....
Midnight crackles
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| Midnight Crackles |
5. Mamina jela
Cokoladna srca
| Rezept bei Mamina jela |
6. Ja u kuhinji
Perece (wenn Brezen nicht zum Jugoschwabo passen, dann weiß ich auch nicht. :-) ..)
Sehr liebevolle Bilder!
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| Via |
Ich esse zwar kein Fleisch, aber auf der Seite ist ein Rezept für Lammkotletts mit Brombeersauce und Kartoffelpüree, das sehr verlockend aussieht.
Sehr beliebter Blog mit Weihnachtsplätzchen, Süßem, Broten und Vielem mehr.
7. Tina´s Cookings
Mixed flour seeded loaf
Manchmal kann Einfaches so gut sein...
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| Via |
Bruschetta mit Schinken und Feigen: Rezept
| Via |
9. Mezze
Hier sind alle Bilder eine Wohltat für die Augen!
Mirisna dunja!
Mirisna dunja!
| Via |
Unbedingt auch ansehen!
10. Parfe Dunja
Diese zwei Rezepte sprechen für sich selbst:
11. Hleb & Lale
Diese kleinen Tassen aus Emaille/Metall hatten wir auch daheim, sehr ländlich und süß!
cheg
finde, verschieg i
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